Erklärung des Österreichischen PEN-Clubs

In der ZIB 2 am 27. September drückte Heinz-Christian Strache im Blick auf die unmittelbar bevorstehenden Wiener Gemeinderatswahlen die Hoffnung aus:

„… dass wir dort erstmals seit siebzig Jahren stärkste Kraft werden können“.

Unmissverständlich und ungeniert stellte er eine Kontinuität her zwischen der FPÖ und der NSDAP. Klarer und eindeutiger, als es Strache, der Bundesparteiobmann der Freiheitlichen Partei, getan hat, lässt sich der Zusammenhang zwischen seiner Partei und jener Partei, die unter das Verbotsgesetz (ein österreichisches Bundesverfassungsgesetz) fällt, nicht formulieren. Herr Strache hat wieder einmal die Maske des Biedermanns abgelegt.

Der Österreichische PEN-Club ist angewidert, empört aber auch erschüttert, dass angesichts der Verbrechen des Nationalsozialismus ein österreichischer Politiker, der in diesem Land höchste Ämter anstrebt, sich tatsächlich in dieser Kontinuität sieht.

Helmuth A. Niederle

Präsident des Österreichischen PEN