Aggressions against demonstrators in Turkey must stop!

The Gezi Park protests have shaken Turkey for the past weeks, leaving a mark on all aspects of society, including the world wide art PEN centre’s.

The demonstrations began as a peaceful “occupy” movement in Gezi Park in against the government’s plan to destroy the green space. Police used water cannons and tear gas in an attempt to break up the demonstrations, which rapidly grew to include tens of thousands of people in nearby Taksim Square. Flowing the protest in Taksim Square protests swept to dozens of cities in Turkey. Riot police used massive amounts of tear gas and water, according to news five people have been killed and thousands injured and arrested.

We demand the Turkish government should respect the fundamental principle of the human rights, notably the freedom of speech, assembly and press, including the expression through social media, purchase lasix and the responsibility of democratic, good governance! Freedom of expression is a fundamental human right and therefore the aggressions against demonstrators in Turkey must stop!

The the protesters are not “vandals” not “terrorists” as Prime Minister Recep Tayyip Erdogan called.

by

Kaiser A ÖzHun

(President, PEN International Uyghur Centre)

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Für die Demonstranten in der Türkei

 

Immer wieder werden Menschen unterdrückt und bekämpft, nur weil sie anderes Gedankengut entwickeln oder aufgreifen, als jenes des Despoten, dem sie von Geburt an ausgeliefert sind.

Als Kind war ich der Despotie Hitlers ausgesetzt – zu eigenem kritischen Denken noch unfähig – und auch ich schrie daher damals begeistert “Heil Hitler!”, bis er auch für der Kritik Unfähige als Unmensch erkennbar geworden war. Hitler, der für 50 Mio. Tote, für noch mehr Verkrüppelte und Verzweifelte und für die Vernichtung von Kulturgütern von unschätzbarem Wert verantwortlich war.

In der Folge war ich immer wieder mit Berichten über Despoten ähnlichen Verhaltens (wenn auch kleineren Formats) in anderen Ländern konfrontiert. Und nun entpuppt sich laut Medienberichten auch Erdogan als solcher, der Polizei und Militär gegen “eigene Bürger” einsetzt, nur weil sie sich seinem Absolutismus, den er anscheinend vom Koran herleitet, nicht fügen wollen.

Erdogan möge sich mit der Koran-Auslegung moderner muslimischer Theologen befassen, die ihre Auslegung in allen Details aus dem Koran begründen, und er könnte erkennen, dass er in einer Lesart des Korans verharrt, die auf das Nomadentum vor rund 1.300 Jahren ausgerichtet worden war.

Hier ein Beispiel moderner Koran-Auslegung durch einen muslimischen Theologen: Religion dient nicht dazu, den Menschen zu bevormunden, ihm Instruktionen vorzuschreiben, ihn seiner Freiheit zu berauben oder seine Vernunft zu unterdrücken. Religion will dem Menschen Sinn für sein Leben geben, ihn an sein Menschsein erinnern, ihm aber auch die Möglichkeit bieten, eine Beziehung zu Gott aufzubauen. Dieser letzterwähnte Aspekt ist zentral. Religion darf nicht auf ihre ethische Funktion reduziert werden. (Als gläubiger Christ zitiere ich aus Respekt vor gläubigen Muslims aus dem Buch eines muslimischen Theologen.)

Nach solcher Auffassung gäbe es für Erdogan keinen Grund, gewaltsam gegen die Demonstranten vorzugehen, sondern sich mit ihnen zu verständigen.

 

Paul Johann Abart

(Austria)

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Wasserwerfer sind besser als Panzer …

Von der Türkei, gerade von der aufstrebenden, prosperierenden Türkei hätte frau etc. sich Anderes erhofft. Trotz des Justizterrors gegen Fazil Say und viele, viele weitere Künstler und andere Personen des öffentlichen Lebens. Die Niederschlagung der Proteste im Gezi-Park, auf dem Taksim-Platz und an anderen Orten in der Türkei erinnert fatal an Ereignisse in den letzten Jahren und Jahrzehnten im Iran, in China und so weiter. In der Rhetorik des Oberniederschlägers noch mehr als im Tun seiner Mannen. Wasserwerfer sind besser als Panzer, und Polizei ist besser als “Revolutionsgarden”. Aber demokratisch gewählt war so mancher. Leider.


by

Martin Winter

(Austria)

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Denn es steht geschrieben

… und ER sagte:
„Wem die Macht gegeben ist,
der soll sie nie gebrauchen wie es ihm gefällt,
sondern so, wie es denen gefällt,
die ihm die Macht gegeben hatten.“

Denn es steht geschrieben:
„ER ist mächtig und weise.“

Doch er hörte nicht SEINE Worte
und er erinnerte sich nicht,
dass auch geschrieben steht:

„ER erschafft, was ER will.
Und ER hat Macht zu allen Dingen.“

Er aber dachte sich allmächtig
und er tat, wie es ihm gefiel und seinen Getreuen
und auch, wenn er sich oft auf IHN berief,
so vergaß er doch:

„Alle Macht gehört IHM.“

Und so gingen sie auf die Straße
und sie schrien an wider das Unrecht
das ihnen zugefügt wurde von ihm,
dem sie ihre Stimme gegeben hatten,
den sie ermächtigt hatten, sie zu regieren,
und der diese Macht nun so schändlich missbrauchte.

Sie erhoben sich in den Basaren in Eminönü, Kumkapi und Fatih
und tanzten hinauf durch Galata auf den Taksim.
Sie nahmen den Weg aus Esenler, Esenyurt und Silivri,
aus Zeytinburnu, Güngören und Bahçelievler,
aus Bağcılar, Bakırköy und dem Başakşehir
aus Gaziosmanpaşa, Bayrampaşa und Avcılar,
aus Küçükçekmece, Büyükçekmece und Çatalca,
aus Arnavutköy, Karaköy, und dem Winkel des Horns,
dem vielbesungenen Eyüp,
und die Besorgnis trieb sie hin zum Taksim.
Sie standen auf in Beyoğlu, Şişli und Beşiktaş,
in Ortaköy, Bebek und Rumeli Kavagi,
in Sarıyer, Kâğıthane und Rumeli Hısari
und die Angst wies ihnen den Weg durch Mačka nach Taksim.
Sie schifften sich ein über den Schlund namens Boğaz,
diese Ochsenfurt des Bosporus, denn sie zogen
von Üsküdar, Kadıköy und Ataşehir,
von Ümraniye, Beykoz und Anadolu Hısari,
von Maltepe, Kartal und Pendik,
von Tuzla und selbst von Adalar, den Prinzeninseln,
und die Wut trieb sie empor
durch den Gezı Park
auf den Taksim.

Und er, der ihr Vertrauen gehabt hatte,
den viele von ihnen beinahe wie Atatürk, den Vater der Türken, geliebt hatten
dem sie ihr Land anvertraut hatten,
den sie gewählt und ihm die Macht gegeben hatten,
auch wenn sie nicht immer einer Meinung mit ihm gewesen waren,
er, der den Einfluss des Militärs gebrochen hatte,
weil er dachte, dass es anders geschrieben stand,
er fühlte seine unumschränkte Autorität gefährdet
und er war verwirrt und wusste nicht weiter
und er verkündete bloß das Ende der Toleranz
und er ließ auf sie schießen
und er sah seine Landsleute im Blut.

Doch es steht geschrieben:
„Und du darfst nicht meinen, dass ER das, was die Ungerechten tun, unbeachtet lässt.“

Und alsbald war zu sehen:
Taksim ist überall,
auch in Ankara, İzmir und Bursa,
auch in Adana, Kayseri und dem schönen Antalya,
auch in Mersin, Eskişehir und der Heimat aller Baklavas, Gaziantep,
auch in Samsun, Denizli und bei den Derwischen in Konya,
auch in Trabzon, Kütahya und dem uralten Antakya,
auch in İskenderun, Mercin und der Heimat Abrahams, Şanlıurfa,
auch in Malatya, Erzurum und dem stolzen Diyarbakır,
auch in Denizli, Van und Elazığ,
auch in Kırıkkale, Edirne und dem sonst so ruhigen Alanya,
auch in Ceyhan, Rize und dem touristischen Pamukkale.

„Da sandte ER über diejenigen, die Unrecht taten,
ein Zorngericht vom Himmel herab
dafür, dass er frevelte.“

Und so schrie lauthals die Stille,
und so erhoben jählings sich die Berge
und so brannte hellauf das Wasser,
denn es steht geschrieben:

„Und ER ist mächtig und übt Rache.
ER vergibt, wem ER will,
und ER peinigt, wen ER will.
Denn nur ER hat Macht zu allen Dingen.“

by

Gerhard Blaboll

(Austria)

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…in einem Land, das zu Europa gehören will

Der Tiroler P.E.N.-Club protestiert nachdrücklich gegen die Gewaltanwendung der türkischen Polizei gegen Demonstranten und die Verletzung der Menschenrechte in einem Land, das zu EUROPA gehören will!!!

by

Prof. Jutta Höpfel,

Präsidentin des Tiroler P.E.N.-Clubs (Austria)

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