Einrichtung eines Überbrückungshilfefonds für unsere ukrainischen Kolleginnen und Kollegen

Aufgrund der aktuellen politischen Lage in der Ukraine hat der Autor Juri Andruchowytsch seinen für Dezember 2013 vorgesehenen Schreibaufenthalt als „Writer in Residence“ in Krems/Stein nicht angetreten. Er ist in der Ukraine geblieben, um sich wie Abertausende am Unabhängigkeitplatz in Kiew für die Demokratie einzusetzen. Juri Andruchowytsch hat dadurch sein Aufenthaltsstipendium in Österreich eingebüßt und er kann auch seine täglichen Tätigkeiten als Schriftsteller nicht wahrnehmen, um Geld zu verdienen.

Er hat sich gegen eine ihm sichere ruhige bezahlte Schreibphase im behaglichen Atelier entschieden, um gemeinsam mit anderen in der atmosphärisch wie temperaturbedingten Kälte auszuharren. Er und die anderen unserer Kolleginnen und Kollegen, die sich in der ukrainischen Demokratiebewegung an Ort und Stelle am Unabhängigkeitsplatz engagieren, leisten ihren Einsatz auf eigene Kosten ohne jede Rückversicherung.

Es gibt keine Streik- oder Unterstützungsfonds für Autorinnen und Autoren, wenn sie für gesellschaftliche Ziele der Allgemeinheit eintreten und ihnen deshalb die Ausübung ihrer Tätigkeit nicht möglich ist, weder in der Ukraine noch sonst wo. Wir wollen sie deshalb in ihrem persönlichen Einsatz für ihr Land und die Menschen in ihrem Land unterstützen und haben dazu einen Fonds eingerichtet, der ihnen beim Durchstehen ihrer schwierigen Lage helfen soll.

Mieten und die Rechnungen für Energiekosten werden weiter fällig, auch wenn man die meiste Zeit im Freien und in Zelten am Unabhängigkeitsplatz in Kiew verbringt.

Spenden können an folgende Bankverbindung entrichtet werden:

Bank Austria / UniCredit
Kontonummer: 1000 553 5553
Kontowortlaut: Sylvia Treudl / Solidaritätskonto Juri Andruchowytsch
IBAN AT 4712000 1000 553 5553
BIC BKAUATWWXXX

Mit herzlichen Grüßen
Gerhard Ruiss / Sylvia Treudl

Komitee zur Unterstützung der politischen Protestbewegung in der Ukraine:

Nils Jensen, Tanja Maljartschuk, Robert Prosser, Gerhard Ruiss, Vera Schwarzinger, Michael Stiller, Sylvia Treudl, Anna Weidenholzer

Solidarität mit der politischen Protestbewegung in der Ukraine:

Karin Ballauff, Christoph W. Bauer
, Clemens Berger
, Cordula Bösze, Hellmut Butterweck, Christian Futscher
, Christl Greller, Sabine Gruber
, Josef Haslinger, Rolf Hermann, Robert Huez, Semier Insayif, Karin Ivancsics, Gerhard Jaschke, Elfriede Jelinek, Kristin Jenny, H.W. Käfer, Alfred Komarek, Beatrix Kramlovsky
, Erika Kronabitter, Wolfgang Kühn, Ludwig Laher, Lorenz Langenegger
, Robert Menasse, Helmuth A. Niederle, Thomas Northoff, Christian Nothegger, Martin Pollack
, Günther Richter, Anna Rottensteiner, Ditta Rudle
, Hans Ruprecht, Ferdinand Schmatz, Helmuth Schönauer, Susanne Scholl, Franz Schuh, Heinrich Steinfest, Christian Thanhäuser,  Irmgard Thanhäuser, Ilija Trojanow, Dorota Walentynowicz, Richard Weihs, Renate Welsh, Peter Paul Wiplinger, Klaus Zeyringer
, O.P. Zier …

und: IG Autorinnen Autoren, Österreichischer PEN

Writers Against Mass Surveillance

Die systematische Massenüberwachung und ihre Gefahren für die Demokratie sind eines der brisantesten Themen des 21. Jahrhunderts. PEN hat auf diese Herausforderungen bereits mit der PEN Declaration on Digital Freedom reagiert:

http://www.pen-international.org/pen-declaration-on-digital-freedom/

Text zum Aufruf (deutsch)
http://www.pen-international.org/pen-declaration-on-digital-freedom/declaration-on-digital-freedom-german-pen-erklarung-uber-meinungsfreiheit-in-digitalen-medien/
Deklaration speech on pollution in english (deutsch):
http://www.pen-international.org/wp-content/uploads/2013/05/German-PEN-Erkl%C3%A4rung-%C3%BCber-Meinungsfreiheit-in-digitalen-Medien.pdf

Unter dem Titel „Writers Against Mass Surveillance“ hat eine kleine Gruppe von Autoren einen internationalen Appell ins Leben gerufen, der von mehr als 500 Schriftstellern aus aller Welt unterzeichnet wurde, darunter fünf Literaturnobelpreisträger: Orhan Pamuk, J.M. Coetzee, Elfriede Jelinek, Günter Grass und Tomas Tranströmer.

Weitere namhafte Unterzeichner und Unterzeichnerinnen sind Margaret Atwood, Don DeLillo, Daniel Kehlmann, Nawal El Saadawi, Arundhati Roy, Henning Mankell, Richard Ford, Javier Marias, Björk, David Grossman, Arnon Grünberg, Angeles Mastretta, Juan Goytisolo, Nuruddin Farah, Nick Cave, João Ribeiro, Victor Erofeyev, Liao Yiwu, David Malouf und John Ralston Saul.

In diesem Aufruf verlangen die Schriftsteller eine verbindliche „International Bill of Digital Rights“ und fordern die Vereinten Nationen auf, wesentliche demokratische Grundrechte wie die Unschuldsvermutung und das Recht auf Privatsphäre auch in der digitalen Welt durchzusetzen.

Diese große, weltweite Schriftsteller-Aktion wurden von einer kleinen, international besetzten Autorengruppe in wenigen Wochen und nur auf Basis persönlicher Kontakte und Netzwerke erarbeitet.

Die Initiatoren konnten deshalb bei weitem nicht alle Autoren erreichen, die sie gern mit dabei gehabt hätten.

PEN international, der deutsche PEN sowie der Österreichische PEN unterstützen die Aktion, indem PEN diese Einladung zur weiteren Unterzeichnung an seine Mitglieder weltweit weiterleitet.

Dafür bedanken sich die Initiatoren von „Writers Against Mass Surveillance“ ganz herzlich bei allen

PEN Centern.

Die Autoren diesen Aufruf unterstützen wollen, werden gebeten ein Email zu schreiben an: George-Orwell@mail.com
mit der Bitte um Angabe von Vorname, Nachname und Nationalität.

Vielen Dank,

PEN International, German PEN, Austrian PEN

sowie

Juli Zeh, Ilija Trojanow, Eva Menasse, Priya Basil, Josef Haslinger, Janne Teller und Isabel Cole

die Initiatoren von „Writers Against Mass Surveillance“

 

Österreichischer PEN Club

Susanne Dobesch, Doris Kloimstein, Harald Kollegger, Franz Mayrhofer, Helmuth A. Niederle, Dorothea Nürnberg, Jürgen Strasser, Kurt F. Svatek, Christian Teissl

 

 

Veranstaltungen im Dezember 2013

16.XII. 
19.00 in der AS Alte Schmiede Kunstverein Wien, 1010 Wien, Schönlaterngasse 9

Reihe Textvorstellungen Motto:Alltägliche Außergewöhnlichkeiten •
Lesungen und Textdiskussion von und mit

PETER MINIBÖCK (Mödling) Die Eigenart der Ereignisse (Arovell Verlag) •

LIDIO MOSCA BUSTAMENTE (Gänserndorf) Tango-Kontinuum (Autorenverlag Gerbgruben)  

RUDOLF LASSELSBERGER (Wien) Willi wo bist du – eine Spurensuche und Willi auf ein Wort – eine Retourkutsche (Ioma*Verlag) •

Redaktion und Moderation: RENATA ZUNIGA

Veranstaltungen im November 2013

Writers-in-Prison-Day 2013

Vorstellung des Buches “Gedichte des Häftlings in Kondengui” von Enoh Meyomesse durch den Übersetzer und WiP-Beauftragten Jürgen Strasser im Presseclub Concordia (Wien I., Bankgasse 8) 13.XI.2013, 19:00 Uhr.

Die Gedichte liest Wolfgang Böck. Philo Ikonya spricht zum Thema “Der Gesang in der Schlinge” (Englisch).

Musikalisches Programm: Ida Helene Heidel (Norwegen) Flöten und Pascall Marzan (Frankreich) Gitarre

“Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN” im Gedenken an Ceija Stojka (1933 – 2013)

Der “Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN” wurde zum Gedenken an sein Mitglied Ceija Stojka, die in diesem Jahr verstorbene österreichische Roma-Künstlerin, die Schriftstellerin, Malerin, Sängerin, Tänzerin, KZ-Überlebende, Zeitzeugin und Menschenrechtsaktivistin ins Leben gerufen.

 Preisverleihung: Messe Wien, Halle D, FM4-Bühne im Rahmen der “Buch-Wien” am 22.XI.2013, 17-18 Uhr

 

Mit dem “Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN” wird in diesem Jahr der burgenländische Roma-Schriftsteller Stefan Horvath ausgezeichnet. Der Preis wird zum ersten Mal vergeben.

 

 

 

AUTORENKREIS Linz Herbstlese: Wahl-Los

(Es lesen unter anderem: Ernst Schmid und Claudia Taller)

Am MO 18.XI. 2013 um 19:30 Uhr  im  Stifterhaus, Adalbert Stifter-Institut des Landes OÖ Adalbert-Stifter-Platz 1, A-4020 Linz

 

 

Lesung: “Auf welcher Erdenseite stehst du?” 

Die Autorin Nahid Bagheri-Goldschmied liest, gemeinsam mit Andrea Pauli, aus ihrer Lyrik und Prosa. Zweisprachige Lesung, Deutsch-Persisch.

Eine Kooperations-Veranstaltung des Iranischen Kunst- und Kulturvereins im Exil Marzpeyma (Grenzgänger) mit dem Verein zur Förderung und Erforschung der antifaschistischen Literatur 

Dienstag, 19.XI.2013, 19:00 Uhr
Österreichischer P.E.N.-Club
1010 Wien, Bankgasse 8

 

turkei-gewalt-gegen-proteste-time-to-say-no

English

[…]Wir nehmen den Einsatz extremer polizeilicher Gewalt sowie die schweren Drohungen, die vom Ministerpräsident Erdogan ausgesprochen werden, zum Anlass, nicht nur gegen die nun angewandte (systemische?) Gewalt zu protestieren, sondern auch einen anderen Umgang mit abweichenden politischen Meinungen dringend einzufordern.
Wir bitten alle Kolleginnen und Kollegen bis zum 15. Juli 2013 um eine Stellungnahme. Selbstverständlich wählen Sie die Art, wie Sie den Protest gestalten wollen. Die Briefform ist ebenso möglich wie ein Gedicht, eine kurze Prosa oder etwa ein Cartoon…

 

Bitte beachten Sie das Solidaritäts-Projekt im UK / please look at the solidarity project in the UK

https://www.facebook.com/pages/Taksim-Solidarity/320882008043110