Lasst Liu Xia frei! 為劉霞呼籲

Bei Ling, exiled Chinese writer, President of the Independent Chinese PEN centre 貝嶺,流亡作家,獨立中文筆會會長
Peter Englund, Permanent Secretary of the Swedish Academy彼特•英格隆德,瑞典文學院院士,瑞典文學院常務秘書
Per Wästberg, President of the Nobel Committee for Literature, Honorary President of the International PEN瑞典文學院院士、諾貝爾文學獎評委會主席、國際筆會榮譽會長佩爾•韋斯特伯格

Hat Liu Xias Unglück begonnen, als dem inhaftierten Dr. Liu Xiaobo am 8. 12. 2010 in Abwesenheit der Friedensnobelpreis verliehen wurde? Sie steht seither unter Hausarrest, es sind nun schon über drei Jahre.
Die letzte Nachricht, die wir von Liu Xia haben, ist eine Szene, die sich vor ihrem Haus abgespielt hat: Anfang Oktober 2013 kamen mehrere Freundinnen zu ihrer Adresse in Peking, Yüyuantan (Jadeteich) – Südstrasse Nr. 9 im Bezirk Haidian. Der Wohnblock wird scharf bewacht, sie konnten nur bis zu einer Absperrung vordringen. Eine von ihnen rief laut „Liu Xia!“ Liu Xia hörte wahrscheinlich den Ruf, sie öffnete ein Fenster und schaute nach ihnen.Eine Freundin winkte und rief eine Frage: „Wie geht es Xiaobo?“
Liu Xia antwortete schluchzend: „Xiaobo geht es von unserer Familie am besten.“ Dann weinte sie nur mehr. Die Freundinnen wurden von Polizisten abgedrängt und konnten nicht zu ihr gelangen.
劉霞的噩運來自諾貝爾和平獎頒給劉曉波博士嗎?在2010年12月8日奧斯陸頒獎典禮的那個月,她即失去自由,迄今,被軟禁在家已整整三年。 我們所知道的劉霞最後一次露面畫面幾可定格,那是她的友人清晰描述的情景﹕2013年10月初的某個下午,當她們在劉霞那門禁森嚴、有著便衣警察不時巡邏的(公寓小區)海澱區玉淵潭南路9號院高樓下呼喚「劉霞」時,她或許因聽到而打開寓所窗戶,站在窗前,遙望。友人向她招手並大聲地問她:「曉波怎麼樣?」
她哭著回答﹕「曉波是我們家最好的了。」然後,望著被擋在住宅小區大門外無法上樓的友人們一直啜泣。
Diese einfache, erschütternde Antwort deutet sehr viel an. Liu Xia ist die Ehefrau eines weltberühmten Gewissensgefangenen und steht selbst seit über drei Jahren unter Hausarrest. Am 26. 5. 2010 wurde Liu Xiaobo aus dem Untersuchungsgefängnis Nr. 1 in Peking ins Gefängnis von Jinzhou in der Provinz Liaoning verlegt, für den Rest seiner 11-Jährigen Haft. Liu Xia darf ihn einmal im Monat besuchen, das Gefängnis liegt ca. 500 km nördlich von Peking. Meistens fährt sie am Monatsbeginn, begleitet von einem ihrer beiden Brüder. Sie muss in jeder Richtung sechs Stunden im Zug sitzen, damit sie ihren Mann eine Stunde lang sehen darf. In den ersten beiden Jahren war es nach unseren Informationen so, dass sich die beiden am Anfang umarmten und dann unter den Augen der Beamten an einem Tisch saßen und miteinander redeten.
這簡潔,卻令人心碎的回答,其中飽含太多的訊息。作為當今世界最著名的政治犯,2010年諾貝爾和平獎得主劉曉波妻子的劉霞,已被軟禁在家三年了。自 2010年5月26日始,劉曉波從北京第一看守所被移送至遼寧省錦州監獄服刑,劉霞則再度開始每月往返錦州監獄和北京之間一趟五百公里的路程。劉霞每月探視一次,多數在每月上旬,一般由哥哥或弟弟陪同。每次花六小時乘火車到遼寧錦州監獄,每次能與丈夫相聚一個小時。就我們所知,最初的兩年中,劉霞和劉曉波每回會面一開始都會相互擁抱,隔著桌子拉著手在獄警監視中對話。
Seit über einem halben Jahr jedoch darf sie zwar immer noch einmal pro Monat zu ihm, aber ihre Gespräche werden schärfer überwacht und sehr oft unterbrochen. Abgesehen von seinem und ihrem Gesundheitszustand gibt es nicht viel, worüber die beiden sprechen können. 可在近半年中,劉霞雖仍能每月一次去探監,但過程受到獄警更嚴密的監控,獄警愈發頻繁地中斷他們的對話。除了問候及告之各自身體狀況,劉霞和曉波已不能說更多,他們大都只能彼此凝視對方。
Schon seit über zwei Jahren darf Liu Xia ihrem Mann keine Briefe direkt überreichen. Zuerst ging es noch über seinen Rechtsanwalt, aber heute wird auch er nicht mehr zu Liu Xiaobo vorgelassen. Im Herbst 2012, als dem chinesischen Schriftsteller Mo Yan der Nobelpreis für Literatur zugesprochen wurde, wollte Liu Xia ihrem Mann, der früher Literaturkritiker war, diese Nachricht überbringen. Aber als sie gerade erst den Namen „Mo Yan“ über die Lippen gebracht hatte, wurden die beiden sofort unterbrochen. [„Mo Yan“ ist ein Pseudonym und bedeutet ungefähr „Sprich nicht“, „keine Worte“ oder auch „reden wir nicht darüber“. Anm. D. Übers.] Demnach weiss der inhaftierte Liu Xiaobo immer noch nicht, dass Mo Yan den Nobelpreis 2012 erhielt, und er durfte auch nicht erfahren, dass Liu Xia jüngerer Bruder Liu Hui, der seine Schwester versorgt hatte und in geringem Maß immer wieder Informationen über die beiden weitergeben konnte, am 16. August 2013 wegen „Wirtschaftsbetrugs“ ebenfalls zu 11 Jahren Haft verurteilt wurde.
兩年多來,劉霞一直無法當面轉交寫給丈夫的信,之後,她轉托律師代交亦遭獄方拒絕,近日,甚至連律師申請會見劉曉波也遭攔阻。一年前的一次探監中,當劉霞想告之曾是文學批評家的丈夫,莫言獲得了2012年的諾貝爾文學獎時,她剛說出「莫言」兩個字,獄警就切斷了他們的談話。所以,在獄中的劉曉波,既不知道莫言獲獎,也不知一直供予劉霞生活開銷,也一直對外傳遞著劉霞及劉曉波有限獄中訊息的妻弟劉暉於2013年8月16日,被以商業「詐騙罪」判處了和自己一樣長的十一年刑期。
Liu Xia darf ihre Eltern, die schon recht alt sind, jede Woche einmal besuchen. Dort sieht sie oft ihre Schwägerin, deren Mann nun auch sehr lange im Gefängnis bleiben soll. 而劉霞被「國家」允許的每週一次回家與父母聚餐,因弟弟入獄,近半年來,她除了要面對年邁的父母,還要面對受到丈夫入獄十一年遽變打擊的弟媳。
Liu Xia hat eine Herzkrankheit, sie hat oft starke Schmerzen, aber sie darf nicht einfach einen Arzt ihres Vertrauens aufsuchen. Sie weiß nicht genau, wie es ihr geht, und bekommt keine entsprechende Behandlung. Außerdem will sie nicht essen, es ist nicht nur Appetitlosigkeit, sondern Abscheu. Sie kann nur immer wieder lesen und rauchen, um sich die Zeit zu vertreiben. 劉霞的心臟不好,心絞痛不斷發作,但她不能自由就醫,無法得知自己的病況,更談不上必要的治療。令人堪憂的是,她失去了吃飯的願望,不單是食慾消退,而是厭食,她僅能倚靠書籍、香菸,以渡孤獨無盡的時光。
Unlängst hat die Polizei Liu Xia offiziell mitgeteilt, dass sie in China keine Ausstellungen mit Fotographien oder Gemälden veranstalten darf. Liu Xia ist Künstlerin und Fotografin. Sie hat ungefähr zwei Dutzend ihrer Ölgemälde bei Freunden versteckt. Telefon und Handy kann sie schon lange nicht mehr benutzen, sie hat auch keinen Internetzugang. Es bleibt ihr nur, vors Fenster zu treten,Tag für Tag durch die Jahreszeiten, und Ausschau zu halten, ob ihr vielleicht jemand zuwinkt. 近期,北京警方正式通知劉霞,她不能在中國舉辦任何攝影和繪畫展覽。作為一個藝術家,她畫的二十多幅油畫,只能秘密地被擱置在友人處。她家中的電話、她的手機早已被切斷,她也不能上網收發email。她能做的,或僅僅是一次次地站在春、夏、秋、冬的寓所窗前,盼著再一次看到朋友在樓下和她招手。
Dr. Liu Xiaobo wurde schon dreimal vom Staat ins Gefängnis geworfen, außerdem wurde er auch längere Zeit “zur Überwachung” an einem anderen Ort festgehalten. Seit dem 8. Dezember 2008 ist er wieder in Haft, und im Jahr darauf wurde er wegen “Anstiftung zum Sturz der Regierungsgewalt” zu 11 Jahren Gefängnis verurteilt, dazu kommen noch zwei weitere Jahre Entzug der politischen Rechte. 劉曉波博士迄今已三次入獄及一次被國家以「監視居住」名義羈押, 最近的一次自2008年12月8日始,他被以「涉嫌煽動顛覆國家政權罪」被判處有期徒刑十一年,再剝奪政治權利二年。
1998 hat Liu Xia die folgenden Zeilen geschrieben – sie musste damals auch immer wieder in den Nordosten fahren, um Liu Xiaobo während seiner zweiten Haftzeit zu besuchen – : „Der pfeifende Zug ins Lager/ fährt über meinen Körper/ aber ich kann deine Hand nicht ergreifen.“ 1998年劉霞曾以痛徹入骨的詩句隱喻著前去東北大連探望第二次入獄的劉曉波:駛向集中營的那列火車/ 嗚咽地輾過我的身體/ 我卻拉不住你的手
Am 23. April 2013 durfte Liu Xia der Gerichtsverhandlung gegen ihren Bruder beiwohnen und gewann dadurch für kurze Zeit an Bewegungsfreiheit. Damals sagte sie: „Wenn die Leute sagen, ich sei frei, dann sagt ihnen, dass ich keineswegs frei bin.“ Seit Juni 2013 steht sie weiterhin unter Hausarrest, ihr geistiger und körperlicher Zustand verschlechtern sich, während sie die Fähigkeit verliert, sich irgendwie mitzuteilen. 2013年4月23日,劉霞因獲准旁聽她弟弟被起訴的法庭審訊而獲短暫自由時,曾昭告世人:「如果別人說我自由了,告訴他們,我沒有自由。」可自2013年6月迄今,因為被長期軟禁在家,劉霞的精神和身體漸至可承受的極限;她正在失去描述自己狀況的能力。
Die einzige Video-Aufnahme, die wir von Liu Xia haben, wurde zum 50. Jahrestag des Komitees für inhaftierte Schriftsteller beim internationalen P.E. N. – Club angefertigt. Am 29. September 2010 wurde dieses Video bei einer PEN-Veranstaltung in Japan unter dem Motto „Aufruf zur Freilassung von Liu Xiaobo“ vor über 1000 Zusehern gezeigt. Wir sahen Liu Xias bleiches, ausdrucksloses Gesicht im Scheinwerferlicht. Ihre Stimme war sehr leise und schleppend, es herrschte auf einmal eine drückende Stille im Saal, die alle SitzungsteilnehmerInnen zum Schweigen brachte. Am Ende sagte Liu Xia: „In den drei Jahren seiner Lagerhaft vom 8.10. 1996 bis zum 8.10. 1999 habe ich Xiaobo über 300 Briefe geschickt. Er hat mir zwei bis drei Millionen Zeichen geschrieben. Aber meine Wohnung wurde immer wieder durchsucht, es ist fast alles verschwunden, was er zu Papier gebracht hat. So ist unser Leben.“ 我們迄今為止唯一可以看到的劉霞影像,來自一段她為國際筆會獄中作家委員會成立五十周年而製作的錄影講話。2010年9月29日,在日本早稻田大學舉辦的「為劉曉波自由而呼籲」的活動中,這一錄影講話曾向逾千名聽眾播放。當時,射光燈聚焦在劉霞那面無表情的蒼白面容上,她的聲音低沉、緩慢,會場上靜得令人窒息,與會者緘默。劉霞最後的一段話令人潸然淚下︰「在1996年10月8日到1999年10月8日曉波被勞教三年期間,我給他寫了300多封信,他給我寫了二、三百萬字,幾經抄家,他的文字基本消失。這就是我們的生活。」
Liu Xia ist in extremer Gefahr! Ihre schlimme Lage wurde trotz der internationalen Aufmerksamkeit für ihren inhaftierten Ehemann übersehen. Sie leidet unter Depression und verliert unter diesen Umständen ihren Lebenswillen. Liu Xiaobo soll erst 2010 freikommen, und wir fürchten, dass sie nicht so lange warten kann. 劉霞已危在旦夕!她的不幸易被她丈夫身繫囹圄的國際關注而忽略。而身患重度憂鬱症,正使她漸失生活下去的意志。這一切,讓我們懷疑她能否等到劉曉波於2020年出獄。
Liu Xia braucht dringend Hilfe. 她需要這個世界伸出手來搭救她。
Wir appellieren an die Chinesische Regierung, Liu Xia sofort und bedingungslos ihre Freiheit zu gewähren. Das bedeutet, dass sie telefonieren darf, dass sie Briefe und Fax senden und empfangen kann, dass sie Zugang zu Email und Internet hat. Sie soll in Freiheit einkaufen gehen können, oder auch auswärts essen, und jederzeit ihre Eltern und Freunde besuchen dürfen. Sie soll die Freiheit haben, jederzeit einen Arzt ihrer Wahl aufzusuchen. Sie soll die Freiheit haben, mit ihrem Ehemann in brieflichem Kontakt zu bleiben. Und sie soll das Recht erhalten, an Austellungen teilzunehmen und sie zu veranstalten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
我們鄭重呼籲中國政府,立即無條件讓劉霞獲得自由。這些自由包括:可以接聽電話的自由,可以接發傳真、上網及收寫email的自由,可以外出購物的自由,可以上餐館吃飯的自由,可以隨時探訪父母及會見友人的自由,可以自由就醫,可以與丈夫相互閱讀對方信件的自由,可以在中國舉辦攝影展及畫展謀生的自由。
Liu Xia ist kein politischer Häftling, sie ist nur die Ehefrau eines politischen Gefangenen. Wir appellieren an die internationale Gemeinschaft, sich bei jeglichem Kontakt mit der Regierung Chinas dafür einzusetzen, dass Liu Xia die ihr zustehenden staatsbürgerlichen Rechte sofort wieder gewährt werden. 劉霞不是政治犯,她只是政治犯的妻子。所以,我們在這裡向國際社會發出呼籲,請不斷、不懈地在每一個可能和中國政府會談、見面、互訪的場合,籲請中國政府立刻還給劉霞基本的公民自由。
Wir wenden uns an alle Menschen auf der Welt und bitten darum, sich soviel wie möglich um Liu Xia zu kümmern und für sie einzutreten, bis sie frei wird!
我們也籲求世人,以一切可能關注她,為她呼籲,直到她自由!
Übersetzt von Martin Winter

Veranstaltungen im Jänner 2014

DI 14.I.2014, 16:00  PEN CLUB
im Rahmen des PEN Club-Nachmittags liest Kurt F.

Svatek

FR 17.I.2014, 18:00  PEN CLUB
liest und spricht Luisa Beatriz Futoransky (Argentinien)
Moderation: Erna Pfeiffer (Graz)

FR 24.I.2014, 19:00 CONCORDIA
liest Serafettin Yildiz

DI 28.I.2014, 19:00 KONFUZIUS-INSTITUT, 1090 Wien, Unicampus
Zweisprachige Lesung
Yang Lian liest aus Konzentrische Kreise (Hanser 2014)
Interpretation der deutschsprachigen Texte von seinem Übersetzer Wolfgang Kubin

 

Einrichtung eines Überbrückungshilfefonds für unsere ukrainischen Kolleginnen und Kollegen

Aufgrund der aktuellen politischen Lage in der Ukraine hat der Autor Juri Andruchowytsch seinen für Dezember 2013 vorgesehenen Schreibaufenthalt als „Writer in Residence“ in Krems/Stein nicht angetreten. Er ist in der Ukraine geblieben, um sich wie Abertausende am Unabhängigkeitplatz in Kiew für die Demokratie einzusetzen. Juri Andruchowytsch hat dadurch sein Aufenthaltsstipendium in Österreich eingebüßt und er kann auch seine täglichen Tätigkeiten als Schriftsteller nicht wahrnehmen, um Geld zu verdienen.

Er hat sich gegen eine ihm sichere ruhige bezahlte Schreibphase im behaglichen Atelier entschieden, um gemeinsam mit anderen in der atmosphärisch wie temperaturbedingten Kälte auszuharren. Er und die anderen unserer Kolleginnen und Kollegen, die sich in der ukrainischen Demokratiebewegung an Ort und Stelle am Unabhängigkeitsplatz engagieren, leisten ihren Einsatz auf eigene Kosten ohne jede Rückversicherung.

Es gibt keine Streik- oder Unterstützungsfonds für Autorinnen und Autoren, wenn sie für gesellschaftliche Ziele der Allgemeinheit eintreten und ihnen deshalb die Ausübung ihrer Tätigkeit nicht möglich ist, weder in der Ukraine noch sonst wo. Wir wollen sie deshalb in ihrem persönlichen Einsatz für ihr Land und die Menschen in ihrem Land unterstützen und haben dazu einen Fonds eingerichtet, der ihnen beim Durchstehen ihrer schwierigen Lage helfen soll.

Mieten und die Rechnungen für Energiekosten werden weiter fällig, auch wenn man die meiste Zeit im Freien und in Zelten am Unabhängigkeitsplatz in Kiew verbringt.

Spenden können an folgende Bankverbindung entrichtet werden:

Bank Austria / UniCredit
Kontonummer: 1000 553 5553
Kontowortlaut: Sylvia Treudl / Solidaritätskonto Juri Andruchowytsch
IBAN AT 4712000 1000 553 5553
BIC BKAUATWWXXX

Mit herzlichen Grüßen
Gerhard Ruiss / Sylvia Treudl

Komitee zur Unterstützung der politischen Protestbewegung in der Ukraine:

Nils Jensen, Tanja Maljartschuk, Robert Prosser, Gerhard Ruiss, Vera Schwarzinger, Michael Stiller, Sylvia Treudl, Anna Weidenholzer

Solidarität mit der politischen Protestbewegung in der Ukraine:

Karin Ballauff, Christoph W. Bauer
, Clemens Berger
, Cordula Bösze, Hellmut Butterweck, Christian Futscher
, Christl Greller, Sabine Gruber
, Josef Haslinger, Rolf Hermann, Robert Huez, Semier Insayif, Karin Ivancsics, Gerhard Jaschke, Elfriede Jelinek, Kristin Jenny, H.W. Käfer, Alfred Komarek, Beatrix Kramlovsky
, Erika Kronabitter, Wolfgang Kühn, Ludwig Laher, Lorenz Langenegger
, Robert Menasse, Helmuth A. Niederle, Thomas Northoff, Christian Nothegger, Martin Pollack
, Günther Richter, Anna Rottensteiner, Ditta Rudle
, Hans Ruprecht, Ferdinand Schmatz, Helmuth Schönauer, Susanne Scholl, Franz Schuh, Heinrich Steinfest, Christian Thanhäuser,  Irmgard Thanhäuser, Ilija Trojanow, Dorota Walentynowicz, Richard Weihs, Renate Welsh, Peter Paul Wiplinger, Klaus Zeyringer
, O.P. Zier …

und: IG Autorinnen Autoren, Österreichischer PEN

Writers Against Mass Surveillance

Die systematische Massenüberwachung und ihre Gefahren für die Demokratie sind eines der brisantesten Themen des 21. Jahrhunderts. PEN hat auf diese Herausforderungen bereits mit der PEN Declaration on Digital Freedom reagiert:

http://www.pen-international.org/pen-declaration-on-digital-freedom/

Text zum Aufruf (deutsch)
http://www.pen-international.org/pen-declaration-on-digital-freedom/declaration-on-digital-freedom-german-pen-erklarung-uber-meinungsfreiheit-in-digitalen-medien/
Deklaration speech on pollution in english (deutsch):
http://www.pen-international.org/wp-content/uploads/2013/05/German-PEN-Erkl%C3%A4rung-%C3%BCber-Meinungsfreiheit-in-digitalen-Medien.pdf

Unter dem Titel „Writers Against Mass Surveillance“ hat eine kleine Gruppe von Autoren einen internationalen Appell ins Leben gerufen, der von mehr als 500 Schriftstellern aus aller Welt unterzeichnet wurde, darunter fünf Literaturnobelpreisträger: Orhan Pamuk, J.M. Coetzee, Elfriede Jelinek, Günter Grass und Tomas Tranströmer.

Weitere namhafte Unterzeichner und Unterzeichnerinnen sind Margaret Atwood, Don DeLillo, Daniel Kehlmann, Nawal El Saadawi, Arundhati Roy, Henning Mankell, Richard Ford, Javier Marias, Björk, David Grossman, Arnon Grünberg, Angeles Mastretta, Juan Goytisolo, Nuruddin Farah, Nick Cave, João Ribeiro, Victor Erofeyev, Liao Yiwu, David Malouf und John Ralston Saul.

In diesem Aufruf verlangen die Schriftsteller eine verbindliche „International Bill of Digital Rights“ und fordern die Vereinten Nationen auf, wesentliche demokratische Grundrechte wie die Unschuldsvermutung und das Recht auf Privatsphäre auch in der digitalen Welt durchzusetzen.

Diese große, weltweite Schriftsteller-Aktion wurden von einer kleinen, international besetzten Autorengruppe in wenigen Wochen und nur auf Basis persönlicher Kontakte und Netzwerke erarbeitet.

Die Initiatoren konnten deshalb bei weitem nicht alle Autoren erreichen, die sie gern mit dabei gehabt hätten.

PEN international, der deutsche PEN sowie der Österreichische PEN unterstützen die Aktion, indem PEN diese Einladung zur weiteren Unterzeichnung an seine Mitglieder weltweit weiterleitet.

Dafür bedanken sich die Initiatoren von „Writers Against Mass Surveillance“ ganz herzlich bei allen

PEN Centern.

Die Autoren diesen Aufruf unterstützen wollen, werden gebeten ein Email zu schreiben an: George-Orwell@mail.com
mit der Bitte um Angabe von Vorname, Nachname und Nationalität.

Vielen Dank,

PEN International, German PEN, Austrian PEN

sowie

Juli Zeh, Ilija Trojanow, Eva Menasse, Priya Basil, Josef Haslinger, Janne Teller und Isabel Cole

die Initiatoren von „Writers Against Mass Surveillance“

 

Österreichischer PEN Club

Susanne Dobesch, Doris Kloimstein, Harald Kollegger, Franz Mayrhofer, Helmuth A. Niederle, Dorothea Nürnberg, Jürgen Strasser, Kurt F. Svatek, Christian Teissl

 

 

Veranstaltungen im Dezember 2013

16.XII. 
19.00 in der AS Alte Schmiede Kunstverein Wien, 1010 Wien, Schönlaterngasse 9

Reihe Textvorstellungen Motto:Alltägliche Außergewöhnlichkeiten •
Lesungen und Textdiskussion von und mit

PETER MINIBÖCK (Mödling) Die Eigenart der Ereignisse (Arovell Verlag) •

LIDIO MOSCA BUSTAMENTE (Gänserndorf) Tango-Kontinuum (Autorenverlag Gerbgruben)  

RUDOLF LASSELSBERGER (Wien) Willi wo bist du – eine Spurensuche und Willi auf ein Wort – eine Retourkutsche (Ioma*Verlag) •

Redaktion und Moderation: RENATA ZUNIGA