Gegen ein “Schreibverbot bei sensiblen Themen” in Ungarn

Brief des Österreichischen PEN-Club und des Landeszentrum PEN Burgenland

Sehr geehrter Herr Dr. Karas,

mit Entsetzen lese ich, dass der Staat Ungarn ein “Schreibverbot bei sensiblen Themen” verhängt, die entsprechenden Medienberichte sind Ihnen sicher bekannt. Laut ORF werde “im Fall der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg (…) Journalisten laut einer E-Mail mitgeteilt, dass sie eine Genehmigung benötigen, bevor sie überhaupt mit dem Schreiben beginnen”, was nur eines von vielen anscheinend “heiklen” Themen ist.

Ich schreibe Ihnen auch im Namen der fünfundzwanzig Mitglieder des burgenländischen PEN-Clubs. Wir sind eine Untergruppe des österreichischen und damit des internationalen PEN-Clubs, einer Organisation von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die nach dem 1. Weltkrieg gegründet wurde mit dem Ziel der Völkerverständigung und der Verteidigung des freien Wortes. Wir können nicht glauben, dass mitten in Europa die Räder wieder in eine Zeit zurückgedreht werden, die wir wahrlich nicht wieder erleben wollen. Besonders hart trifft uns, dass diese Regeln in Kraft treten in einem Land, das einen Steinwurf von unseren Wohnorten liegt, ein Land, in dem wir Verwandte, FreundInnen und (schreibende) KollegInnen haben, mit denen wir bereits PEN-Projekte durchgeführt haben und um deren Freiheit, sich zu äußern, wir uns sehr sorgen.

Was gedenkt die EU und was gedenken namentlich die Bündnisparteien der EVP zu unternehmen? Wir dürfen wohl annehmen, dass Österreich den ungarischen Weg in dieser Sache ablehnt, und möchten Sie dringend bitten, dieser Linie auch im EU-Parlament deutlich Ausdruck zu verleihen.

Mit besten Grüßen
Katharina Tiwald

WELTLITERATUREN – LITERATUREN DER WELT


Unsere Veranstaltungen zu WELTLITERATUREN – LITERATUREN DER WELT am 24. und 25. März 2020 müssen leider auf Grund der derzeitigen Lage entfallen.

WELTLITERATUREN – LITERATUREN DER WELT

DI, 24. März 2020, 19.00 h
Buchpräsentation der Neuerscheinungen (Löcker Verlag, edition pen)
von und mit Tsippy Levin Byron, Ananya S Guha, Marián Hatala, Anton Marku, Barbara Simoniti
Moderation: Helmuth A. Niederle
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Palais Wilczek, Herrengasse 5, Stiege 1, 2. Stock, Wien I
Keine Anmeldung von Nöten
Eine gemeinsame Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Literatur und des Österreichischen PEN-Club.
Mit freundlicher Unterstützung der slowenischen Buchagentur

MI, 25. März 2020, 16.00 h
Zwiegespräche – Poetologisch
mit Tsippy Levin Byron, Ananya S Guha, Marián Hatala, Anton Marku, Barbara Simoniti
Wir ersuchen um Anmeldung zur Veranstaltung unter info@penclub.at
Österreichischer PEN Club, Bankgasse 8, Wien I

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Peter Handke – Literaturnobelpreis

 

Die diesjährigen Nobelpreisträger_innen erhielten am Dienstag, den 10.12.2019 in Schweden und Norwegen ihre Auszeichnungen, unter ihnen Peter Handke.

Der Österreichische PEN-Club gratuliert Peter Handke zum Nobelpreis für sein literarisches Schaffen.

 

Foto – „Mein Jahr in der Niemandsbucht“, Bleistift-Manuskript, 1994 – © Österreichische Nationalbibliothek

SYMPOSION –– Gewalt und Trauma in Praxis und in den Literaturen

Anlässlich des Tages gegen Gewalt an Frauen 2019  –
Symposion zu Gewalt und Trauma in Praxis und in den Literaturen

 

 

mit Zohra Bouchentouf-Siagh, Sarita Jenamani, Maria Teresa Medeiros Lichem, Klaus Mihacek, Erna Pfeiffer und Mitra Shahmoradi-Strohmaier

MO, 25. November 2019, 15.00 h bis 21.00 h
Presseclub Concordia, Bankgasse 8, Wien I

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