MITGLIEDER

Unser Mitglied Marlies Thuswald erhält Forum Land-Literaturpreis in der Kategorie Junge AutorInnen

Die Niederösterreichische Landesbibliothek im St. Pöltner Regierungsviertel bildete den Rahmen für die diesjährige Verleihung des Forum Land-Literaturpreises, der nun bereits zum sechzehnten Mal mit Unterstützung der NÖN und der ORF-Sendung „Land und Leute“ ausgeschrieben wurde. Mehr als 400 Werke wurden dazu im Vorfeld von rund 200 Autorinnen und Autoren aus ganz Österreich, aber auch aus den deutschsprachigen Nachbarländern eingesandt.

Bei den „Jungen Autoren“ konnte Marlies Thuswald (Jahrgang 1991) aus Pöchlarn mit ihrem Werk „Gewitternarbe oder der kahle Herr mit Tutu“ den ersten Platz für sich verbuchen.

 

 

 

 

(c) NÖ Bauernbund/Alexander Bernhuber

 

Wolfgang Martin Roth mit seinem aktuellen Buch “Die Neinstimme von Altaussee” im Kulturmontag.

Altaussee erfreut sich als Luftkurort bei in- und ausländischen Touristen großer Beliebtheit – reizvoll am Fuße des Losers gelegen, für so manche aber beunruhigend mit seiner vom Toten Gebirge begrenzten Kessellage. Auch das Salzbergwerk, die größte Salzabbaustätte Österreichs, ist nicht nur ein prestigeträchtiger Ort, sondern mit einer anrüchigen Vergangenheit belastet: war es doch das größte Kunstdepot für NS-Raubkunst aus ganz Europa.

Vor dieser Kulisse »am Ende der Welt« setzt Wolfgang Martin Roth seine Erzählung in Gang. Der Ich-Erzähler bezieht kurz nach seiner Pensionierung gemeinsam mit seiner Frau Karin in Altaussee ein Haus, das ihr durch eine Erbschaft zugefallen ist. Karin beginnt sich mit der Geschichte des Ortes zu beschäftigen und weckt nach anfänglicher Abwehr mit einer Bemerkung doch das Interesse ihres Mannes. Bei der Volksabstimmung zum »Anschluss« Österreichs ans Deutsche Reich am 10. April 1938 gab es in Altaussee eine einzige Neinstimme, die der Volksgemeinschaft einen Strich durch ihre 100-Prozent-Rechnung machte: Maria Haim, eine junge Frau, hatte offensichtlich eine eigene Auffassung darüber, »was sie ihrem Volk, was sie ihrer Überzeugung schuldig war«.

Der Ich-Erzähler erinnert sich schlagartig, dass er dieser »Neinstimme« vor vielen Jahren, als er als Junge mit seinen Eltern hier auf Urlaub war, einmal bei einem Spaziergang begegnet war. Jetzt lässt ihm die Geschichte einer bemerkenswerten Zivilcourage nicht mehr los. Er beginnt zu recherchieren, besucht in Wien die Nationalbibliothek, sichtet Zeitungen von damals, »sogar die Steirische Alpenpost hatte es damals schon gegeben«. In der Parteichronik der NSDAP von Altaussee findet er folgende Eintragung: »Wie die Nachforschungen ergaben, wurde diese eine Neinstimme zum größten Verdruß der ganzen Gemeinde von einer schwachsinnigen Bauerndirne abgegeben, die damit in das schöne Abstimmungsergebnis einen nicht mehr gut zu machenden Schönheitsfehler brachte.«

Er macht sich auf die Suche nach Personen, die Maria Haim noch persönlich gekannt haben, und erfährt, »sie sei etwas verschlossen und eigen gewesen. Eine unscheinbare Person. Vor allem sei sie sehr katholisch gewesen.« – Dieser Frau hat Wolfgang Martin Roth hat mit seiner Erzählung Die Neinstimme von Altaussee ein literarisches Denkmal gesetzt. Am 29. Januar 2017 hätte Maria Haim ihren 100. Geburtstag gefeiert.

Erhältlich im Buchhandel und über den Verlag.

World Book Fair, New Delhi, 6. -14. Januar 2018

Dorothea_Nürnberg_New_DheliAuf Einladung des Austrian Culture Forum New Delhi vertrat Dorothea Nürnberg Österreich auf der World Book Fair.
Gastland war die Europäische Union. Thema der Messe: Umwelt und Klimawandel. Dorothea Nürnberg schrieb Romane und Lyrikzyklen zum Thema, die auch in Brasilien veröffentlicht wurden.

Das Thema hätte nicht passender gewählt werden können angesichts der bedrohliche Ausmaße annehmenden Luftverschmutzung in New Delhi.
Seit Monaten versinkt die indische Metropole in einer toxischen Smogglocke, deren Schadstoffwerte die von der WHO vorgegebenen Grenzwerte teils hundertfach überschreiten.
Zahlreiche hochrangige indische UmweltaktivistInnen und SchriftstellerInnen nahmen sich des Themas Umwelt und Klimawandel an.
Aus Europa waren AutorInnen aus Frankreich, Deutschland, Portugal, Slowenien, Polen, Zypern, Griechenland und der Schweiz angereist.
Ein großes Fest internationaler Literatur.
Lesungen auf der New Delhi University und im Österreichischen Kulturforum ergänzten das Programm.

 

Unser Mitglied Josef Moosmann verstarb am 26.11.2017 in Dornbirn in seinem 89. Lebensjahr.

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Prof. Sepp Moosmann wurde am 26.12.1928 in Dornbirn geboren, wo er die Grundschule besuchte. Anschließend begann er eine Lehre als Dekorationsmaler, die er mit der Gesellenprüfung abschloss. Von 1952 bis 1957 studierte er an der Akademie für angewandte Kunst in Wien (Abschluss mit Diplom und Auszeichnung) Es folgten Arbeitsaufenthalte in London und München. Ab 1962 hatte Sepp Moosmann Ausstellungen Textiler Kunst im In- und Ausland. Von 1967 bis 1975 lehrte er an der Meisterklasse für Textil an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. 1975 erfolgte seine Ernennung zum Hochschulprofessor (Emeritierung 1997).

Sepp Moosmann, der in Wien und Unterwaltersdorf NÖ lebte, begann 1965 zu schreiben. (1983: Nur eine Taube. Prosa, Styria-Verlag, Graz; 1997: Ornat. Lyrik und Stickereien, Wien; 2008: Asche und Stern. Prosa, Bucher-Verlag, Hohenems; Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften, Autorenlesungen). Zitat/Rezension: Seine Texte sind fast immer Facetten von möglichen Erfahrungsweiten und Versuche, die Menschen in ihrer Bedrängnis zu erfassen, aber auch immer in ihrer Freude und Hoffnung.

Mitglied des Österr. und NÖ P.E.N.-Clubs (DVD-Reihe „Autorenporträt“, Aufnahme 2001 in Unterwaltersdorf von Erich Sedlak) und des Literaturkreises Podium.

Sepp Moosmann verstarb am 26.11.2017 in Dornbirn in seinem 89. Lebensjahr.

Dorothea Nürnberg: Internationales Kolloquium/Sorbonne III, Paris :
Autochtone Völker in Brasilien und Kanada : Kunst, Literatur, Kulturerbe als Medium der Rückeroberung

Programme - Amerindianites[3]

 

 

 

 

 

Eine illustre Runde von Wissenschaftern und Autoren fand sich anlässlich eines Kolloquiums am 9./10. November 2017 an der Sorbonne/ /Maison de la Recherche in Paris ein. Forscher und Schriftsteller ua. aus Kanada, Brasilien, Frankreich und auch aus Wien (Dorothea Nürnberg) trafen einander in der französischen Hauptstadt, um über folgende Themen zu referieren und diskutieren: Indigene Literatur aus Brasilien und Kanada als Medium des Widerstands, indigenes Theater und Kino, Fotografie, Kulturerbe, autochtone Kulturfestivals, indigene Poesie sowie Meta-Literatur über autochtone Literatur, Frauenliteratur, die Rolle der Frau im indigenen Widerstand gegen Unterdrückung, Vertreibung und Vernichtung in Brasilien und Kanada.

Grundlage des Vortrags von Dorothea Nürnberg war die Anthologie Im Flug der Harpyie, indigene Poesie und Prosa aus dem brasilianischen Regenwald, Edition PEN 2015.

Anerkannte Literaturwissenschafter und Dichter aus Brasilien und Frankreich (ua. Aleilton Fonseca, Rita Olivieri-Gaudet, die Lyrikerin Graca Graúna/ Ethnie Potiguara sowie die Leiterin des Kolloquiums Brigitte Thierion/Sorbonne) begrüßten jene Anthologie als wertvolle Sammlung indigener Literatur und als wichtiges Medium indigenen Widerstands in einer Zeit extremer Bedrohung der indigenen Völker Brasiliens. Die Anthologie Im Flug der Harpyie fand Eingang in die aktuelle Forschung und auch in zahlreiche Universitätsbibliotheken in Frankreich und Brasilien.

BUCHSTABENSUPPE, ein Lesebuch mit Biron-Texten aus vier Jahrzehnten

GEORG-BIRON-INFO

Nachruf Jutta Höpfel 

Nachruf Jutta_Höpfel

 

Dorothea Nürnberg Ein Ökosystem im Würgegriff der Staudämme – der Amazonas ist unser aller Leben  

Ein Ökosystem im Würgegriff der Staudämme- Der Amazonas ist unser aller Leben | NZZ

Auszeichnung für Nahid Bagheri-Goldschmied

tkpreis2017_bagheri_foto_sw_klein.1029x0-isUnser Mitglied Nahid Bagheri-Goldschmied erhält gemeinsam mit Renate Welsh-Rabady den Theodor Kramer Preis 2017.

Preisverleihung:
Samstag, 9. September: Pfarrsaal Niederhollabrunn, Kirchenplatz 1, 2004 Niederhollabrunn

Dorothea Nürnberg:
Impressionen vom drittgrößten Lyrikfestival der Welt 

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Festival Internacional de Poesía in Buenos Aires, das drittgrößte Lyrik-Festival der Welt, lud 35 AutorInnen aus drei Kontinenten zu einem fulminanten Fest der Poesie. Vom 14. – 18. Juni zeigte die Königsdisziplin der Literatur in der argentinischen Metropole ein vielschichtiges Gesicht. LyrikerInnen aus Argentinien (ua. Laura Calvo, Silvia Montenegro), Uruguay, Ecuador (ua. Edwin Madrid), Chile, Brasilien (ua. Aleilton Fonseca), Kuba, aus Kanada (Louise Desjardins), der Türkei, aus Italien, Portugal, Spanien, Frankreich (Geneviève Huttin), Dänemark (Marianne Larsen), Finnland, Slowenien (Anja Golob) – und erstmals in der Geschichte des Festivals auch aus Österreich, präsentierten ihre Werke in zahlreichen Lesungen in Bibliotheken, im Sitz des argentinischen Schriftstellerverbands, in Kulturzentren und auf öffentlichen Plätzen – Lesungen mit Megaphon auf dem größten Marktplatz der Stadt, El Mercado, trugen die Poesie hinein in den Alltag, ins öffentliche Leben.

Auch die Internationale Schule für Dichtung, eine großangelegte Initiative des Festivals, trug dazu bei, den Stellenwert der Poesie in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken. Lyrikunterricht durch AutorInnen des Festivals in Schulklassen, internationale Lyrik-Workshops über neue Entwicklungen, neue Strömungen, den Einfluss neuer Medien auf die Entstehung von Lyrik. Welt–Poesie.

Zahlreiche Kunstevents und Performances, unter anderem durch Lello Voce, Italien, oder Dani Umpi, Uruguay, ergänzten die Lesungen.

Gefüllte Vortragssäle und ein begeistertes Lyrik-Publikum in der Geburtsstadt des Tango, großes Interesse der LyrikerInnen auch für die Werke der Kollegen, Wertschätzung und Freude an Poesie: eine gelungene Initiative der Festivalleitung, repräsentiert durch Graciela Araoz, selbst mehrfach preisgekrönte Lyrikerin.

Poesie als Weltanschauung, Lebenskunst, Medium des Widerstands, der Erkenntnis.

Viva la poesía!

DVD-Reihe „Autorenporträt“ PEN-CLUB NÖ

 


UNSER MITGLIED DIETMAR GRIESER ERHÄLT  DEN SUDETENDEUTSCHEN KULTURPREIS FÜR LITERATUR & PUBLIZISTIK 

Dietmar_Grieser

Professor Dietmar Grieser erhält den Sudetendeutschen Kulturpreis für Literatur und Publizistik 2017. Der 1934 in Hannover Geborene arbeitete als Journalist und wurde 1973 als Sachbuchautor mit einem Schlag berühmt. Sein Werk umfasst mittlerweile an die 50 Buchtitel, die zu Best- und Longsellern zählen und in viele Sprachen übersetzt wurden. Sein unverwechselbarer, makelloser Stil macht die Lektüre seiner Werke zu einem hoch ästhetischem Erlebnis und heiterer Kulturbildung.

 

 


EHRUNG FÜR INGRID NAGL-SCHRAMM

Unserem Mitglied Frau Doktorin Ingrid Nagl-Schramm, Vorsitzende des Frauenkomitees des Österreichischen PEN, wird der ProfessorInnentitel verliehen.

PEN-KollegInnen sind zur Verleihung herzlich eingeladen!

Wann: MI, 21. Juni 2017, 14 Uhr
Wo: Herrensaal des Palais Niederösterreich, Wien I, Herrengasse

Am 21. Juni 2017 überreichte Reinhold Hohengartner die Urkunde, mit der Ingrid Nagl-Schramm der Berufstitel Professorin verliehen wurde.Brigadier Alfred Nagl mit der neu ernannten Professorin Dr. Ingrid Schramm

 Am 21. Juni 2017 überreichte Reinhold Hohengartner die Urkunde, mit der Ingrid Nagl-Schramm der Berufstitel Professorin verliehen wurde.


Einführende Worte von Reinhart Hosch zur Lesung von Wolfgang Millendorfer und Ulrike Moschen

Einführende Worte zu Günter Unger sprach Helmuth A. Niederle

Millendorfer_Moschen_Unger

Präsentation Milldorfer-Moschen definitiv